Cyanursäure: Anleitung zum Chlorstabilisator im Pool

Chlor ist für die Poolreinigung wichtig, aber das Mittel verliert unter Einfluss der Sonne die desinfizierende Wirkung. Ist die Cyanursäure als Chlorstabilisator die Lösung?

Cyanursäure schützt das Chlor vor UV-Strahlen und dient in Freibädern als Chlorstabilisator. Der Cyanursäure Wert im Wasser wird mit einem Pooltester gemessen und sollte zwischen 30 – 50 mg/l liegen. Liegt der Wert von Cyanursäure über 50 mg/l, dann verliert das Chlor die desinfizierende Wirkung.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Anwendung der Cyanursäure im Pool und warum der Chlorstabilisator in keiner Poolausrüstung fehlen sollte.

Wie wirkt die Cyanursäure als Chlorstabilisator?

Cyanursäure (Cyanuric acid) ist eine schwache Säure, die als Chlorstabilisator dient – das Mittel ist auch als Pool Conditioner oder Pool Stabilisator bekannt.

Das Chlor hat bei der Anwendung in Freibädern den Nachteil, dass es unter dem Einfluss der UV-Strahlen schnell abgebaut wird und im Poolwasser seine Wirkung verliert.

Um den Zerfall des Chlors zu vermindern wird die Cyanursäure als Chlorstabilisator eingesetzt.

Deswegen ist ein Chlorstabilisator ein wesentlicher Bestandteil der Chlorprodukte.

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Mit dem Chlorstabilisator bleibt das Chlor im Pool länger wirksam und Sie werden langfristig weniger Chlor brauchen.

Folglich verringert sich nicht nur die eingesetzte Menge an Chlor, sondern auch Ihre Kosten.

In Chlorprodukten wie Di-Chlor und Tri-Chlor ist bereits ein Stabilisator enthalten und Sie müssen keinen extra Chlorstabilisator verwenden.

Aber Achtung: Wenn der Cyanursäure Wert über 50 mg/l steigt, lässt die Wirkung von Chlor langsam nach.

Das ist einer der Gründe warum trotz Chlor Ihr Poolwasser grün wird.

Sie können das leicht verhindern, indem Sie den Cyanursäure Wert im Poolwasser regelmäßig mit einem Pooltester messen u.U. optimieren.

Cyanursäure im Pool messen: Was ist der Idealwert?

Die richtige Dosierung des Chlor in Kombination mit einem Chlorstabilisator wird dazu führen das Ihr Pool langfristig sauber und frei von Algen bleibt.

Voraussetzung dafür ist, dass der Wert der Cyanursäure im Pool zwischen 30 und 50 mg/l liegt – der Cyanursäure Idealwert liegt unter 50 mg/l.

Deshalb ist mindestens 1x in der Woche das Messen der Poolwerte notwendig.

Verwenden Sie am besten das photometrische Verfahren oder gehen Sie nach der DPD-Methode vor – einen geeigneten Pooltester haben wir Ihnen hier aufgeführt.

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Auf den meisten Pool Teststreifen ist die Cyanursäure als Cyanuric Acid beschriftet und in ppm angegeben. Lassen Sie sich von den Angaben in ppm (parts per million) nicht verwirren – 1 ppm entspricht 1 mg/l.

Solange die Cyanursäure den Grenzwert von 50 mg/l nicht überschreitet, ist alles in Ordnung.

Was aber wenn der Grenzwert überschritten wird?

Das Chlor verliert mit zunehmenden Cyanursäure Wert seine desinfizierende Wirkung und diese Wirkung geht ab einem bestimmten Punkt komplett verloren.

Sie würden dann nur noch unnötig Chlor ins Becken schütten und nichts damit bewirken.

Zudem gilt zu viel Cyanursäure im Pool als gesundheitsschädlich. Die Folgen sind Augen- und Hautreizungen, da die Säure beim schwimmen über die Haut aufgenommen wird.

Das Problem lässt sich aber vermeiden, wenn Sie lernen den Chlorstabilisator richtig zu dosieren und u.U. die Werte optimieren.

Wie Sie den Cyanuric Acid Wert erhöhen und senken, erklären wir Ihnen im folgenden Kapitel.

Anwendung der Cyanursäure als Chlorstabilisator

Die Cyanursäure messen ist nur die halbe Arbeit und eine Grundvoraussetzung für den Idealwert.

Um eine Überdosierung und Schäden an der Poolausrüstung zu vermeiden, ist die richtige Anwendung der Cyanursäure entscheidend.

Manche Ratgeber empfehlen das Mittel in den Skimmer oder in den Dosierschwimmer zu gießen.

Aber wie Sie nun wissen handelt es sich beim Chlorstabilisator um eine Säure und diese Säure kann Ihr teures Equipment beschädigen.

Wir gehen bei der Anwendung der Cyanursäure anders vor:

  1. Nehmen Sie einen Eimer mit 20 L Fassungsvolumen und füllen Sie diesen mit Wasser.
  2. Schütten Sie nach Herstellerangaben die Cyanursäure in den Eimer und rühren Sie das Gemisch mit einem Stab – vermeiden Sie Hautkontakt.
  3. Warten Sie für 10 – 60 Minuten bis sich das Mittel aufgelöst hat.
  4. Gießen Sie nun das aufgelöste Mittel ins Becken – fertig.

Im 20 L Eimer wird die Cyanursäure besser aufgelöst und außerdem werden Sie den Eimer später zum senken der Cyanursäure Werte gut gebrauchen können.

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Sie wissen nun wie man die Cyanursäure richtig anwendet.

Wie Sie den Cyanuric Acid Wert im Pool senken können, erklären wir im nächsten Kapitel. Lesen Sie dazu einfach weiter.

Cyanursäure senken: Was tun wenn der Wert zu hoch ist?

Der Wert der Cyanursäure sollte unter dem Grenzwert von 50 mg/l liegen.

Das ist wichtig, denn alles drüber führt dazu, dass die Wirkung vom Chlor verloren geht.

In den folgenden Tabelle erkennen Sie gut wie mit zunehmendem Anteil der Cyanursäure die Wirkung des freien Chlors sinkt.

Cyanursäure WertFreies Chlor
30 mg/lca. 45 %
50 mg/lca. 30 %
70 mg/lca. 25 %
100 mg/lca. 10 %

Wenn Sie das Poolwasser gemessen haben und dabei feststellen, dass die Grenzwerte für Cyanursäure zu hoch sind, dann hilft es nicht die Pumpe länger laufen zu lassen um die Säure abzubauen.

Es existieren auch keine Mittel, die den Wert der Cyanursäure senken.

Grund dafür ist, dass sich die Cyanursäure im Pool nicht auflöst und selbst bei Verdunstung des Wassers der Wert nicht sinkt.

Das bedeutet: Wenn Sie Di-Chlor und Tri-Chlor verwenden – das bereits stabilisiert ist – dann steigt der Cyanursäure Anteil im Pool immer weiter, aber die Wirkung vom Chlor bleibt aus.

Und wie wird die überschüssige Cyanursäure entfernt?

Hier hilft nur eines um den Cyanursäure Wert zu senken: Poolwasser ablassen.

Aber wie viel Wasser muss aus dem Pool abgeschöpft oder abgelassen werden damit der Idealwert erreicht wird?

Angenommen Sie messen bei der Cyanursäure einen Wert von 100 mg/l und wollen den Wert auf 60 mg/l senken. Das bedeutet, dass Sie 40 % des Poolwassers austauschen müssen.

Danach wird regelmäßig der Pool gespült und mit Frischwasser aufgefüllt, um den Idealwert der Cyanursäure länger zu halten.

Was tun, wenn der Wert zu niedrig ist?

Der Wert der Cyanursäure wäre unter 30 mg/l zu niedrig und sollte erhöht werden.

Grund dafür ist, dass das Chlor durch die UV-Strahlen der Sonne schnell seine Wirkung verliert.

Beim Di-Chlor und Tri-Chlor werden Sie das Problem von zu niedrigen Werten in der Regel nicht haben, da diese Chlorprodukte bereits stabilisiert sind und ohne zusätzlichen Chlorstabilisator verwendet werden.

Messen Sie aber zur Sicherheit immer 1x pro Woche die Werte im Poolwasser.

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Falls Sie einen zu niedrigen Cyanursäure Wert feststellen, dann folgenden Sie zur Erhöhung der Werte der Gebrauchsanleitung des jeweiligen Herstellers, da jedes Mittel anders dosiert ist.

Geeignete Cyanursäure, die Sie online kaufen können haben wir Ihnen bereits im Artikel aufgeführt.

Wann sollte man Cyanursäure im Pool anwenden?

Die Cyanursäure sollten Sie immer anwenden, wenn Sie nicht-stabilisiertes Chlor verwenden – darunter fallen das Chlorgranulat und das flüssige Chlor.

Am besten verwenden Sie die Cyanursäure gleich nach der Anwendung des Chlors.

Sie können aber auch bereits stabilisiertes Chlorgranulat (Di-Chlor oder Tri-Chlor) kaufen – achten Sie auf die Produktbeschreibung – dann müssen Sie keine extra Cyanursäure verwenden.

Beim Flüssigchlor ist meistens kein Chlorstabilisator enthalten, da es für die Stoßchlorierung eingesetzt wird.

Das bedeutet: Ein bereits stabilisierte Flüssigchlor eignet sich für die langfristige Desinfektion im Pool aber nicht für die Stoßchlorierung, weil der darin enthaltene Stabilisator die Wirkung verlangsamt und der “Pool Schock” ausbleibt.

Weitere Gelegenheiten wann Sie einen Chlorstabilisator anwenden sollte, sind Eintrübungen.

Das Poolwasser sollte klar sein und wenn Sie Eintrübungen feststellen, dann sollten Sie u.U. auch die Säurekapazität messen, denn falls der Wert zu hoch ist setzt die Wirkung von Chlor aus.

Merke: Grundsätzlich wird ein Stabilisator immer zum Chlor angewendet damit das Chlor länger wirkt. Besonders beim Pool Auswintern ist laufend freies Chlor im Wasser wichtig.

Wann kann man auf einen Chlorstabilisator verzichten?

Im Freibad sollte grundsätzlich immer ein Chlorstabilisator zum normalen Chlor angewendet werden, da die UV-Strahlung der Sonne die Wirkung des Chlors negativ beeinflusst.

Sie können auf einen zusätzlichen Chlorstabilisator verzichten, wenn Sie Di-Chlor oder Tri-Chlor im Freibad verwenden, denn diese enthalten bereits einen Stabilisator.

Da die UV-Strahlung im Hallenbad nur sehr schwach vorhanden ist, können Sie in diesem Fall komplett auf die Cyanursäure verzichten.

Sie benötigen auch keine Cyanursäure, wenn Sie Broom zum Desinfizieren benutzen, da Broom gegen UV-Strahlen nicht empfindlich ist. Quelle.

Vermeiden Sie aber unbedingt den Einsatz des Chlorstabilisators im Whirlpool (Spa).

Im Whirlpool ist es wichtig Krankheitserreger mit dem Chlor sofort abzutöten und der Chlorstabilisator würde nur dazu führen das dieser Vorgang 100x länger dauert.

Whirlpools stehen zudem meistens in einem geschlossenen Raum oder werden abgedeckt, womit die Notwendigkeit eines Stabilisator entfällt.

Logischerweise brauchen Sie auch keine Cyanursäure, wenn Sie einen chlorfreien Pool betreiben.

Haben Sie weitere Fragen zum Chlorstabilisator?

Nutzen Sie unsere Suchfunktion oder schreiben Sie uns eine E-Mail mit Ihrer Frage. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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